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Märkische Allgemeine. 09.August.2005

Aufgaben auf viele
Schultern verteilen

MAZ-Gespräch mit Sabine Dierke

Der "Freundeskreis Alte Feuerwache" hat seit kurzem eine neue Vorsitzende: die Eichwalderin Sabine Dierke. Ihre Vorgängerin Doris Müller-Spaniel trat auf ei- genen Wunsch zurück. Mit Sabine Dierke sprach Susanne Statkowa.


Sie sind voll berufstätig, haben Familie - haben Sie die Funk- tion leichten Herzens übernommen?

Dierke: Es liegt uns sehr da- ran, die Arbeit kontinuierlich fortzusetzen, darum fiel es mir nicht schwer, ja zu sagen. Allerdings wird es notwendig sein, die Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen. Aber da haben wir schon gute Erfahrungen. Unser Verein wurde 2000 gegründet und hat jetzt fast 6O Mitglieder, darunter viele aktive und einsatzbereite Frauen und Manner.

Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu - wann wird der Auftakt zur neuen Saison sein?

Dierke: Wir bereiten für den 13. August unser alljährliches Sommerfest für Mitglieder vor, das in diesem Jahr aber  auch offen für Gäste und Interessenten ist. Es wird mit einem Konzert verbunden sein, das die Sopranistin Andrea Kluge und die Pianistin Gisela Bergt von der Künstlergruppe ,,Gala Vocale" aus Berlin geben werden. Beim anschließenden geselligen Beisammen sein wollen wir mit einer Verlosung ,,Überzahliger Kunstartikel" - zum Beispiel Videos, Tonträger, kleine Bilder, In- strumente - und natürlich mit Gesprächen das Fest abrunden.

Wie wird es weitergehen?

Dierke: Der Freundeskreis legt sein Hauptaugenmerk auf die Konzerte mit interessanten Interpreten und auf Filmvorträge. Dazu gehört das Kla-

vier-Konzert des Beethoven-  Forschers Johannes Fischer aus München am 20. August. Ebenso der Abend mit Matthias Glander und Hans-Peter Kirchberg unter dem Motto ,,300 Jahre Klarinette". Natür- lich wird es im kommenden Halbjahr wieder ein buntes Programm geben, von Klassik über Jazz, Literatur und Figurentheater, zu dem mit uns   auch die Gemeinde, der Kultur- beirat, der Heimatverein, der Kulturbund und andere Vereine ihren Beitrag leisten.

Die italienische wie die französische Woche in den vergangenen Jahren fand großen An- klang. Wird diese Reihe fortgesetzt und wie?

Dierke: Es wird Ende Septem- ber/Anfang Oktober eine Woche über unser polnisches Nachbarland geben. Eine Filmvorführung mit dem Streifen ,,Das gelobte Land" von Andrzej Waida ist geplant. Der Kulturbund organisiert ein Konzert mit dem Tenor Pa- we1 Antkowiak. Eine polnische Textilktinstlerin stellt ihre Arbeiten aus. Ein weiterer Höhepunkt wird das Konzert sein, das der Organist Marek Pilch aus Wroclaw auf der berühmten Parabrahm-Orgel ge- ben wird. Vielleicht gelingt es uns auch noch, etwas Lukullisches aus dem Nachbarland bieten zu können, etwa einen leckeren Bigos-Eintopf.

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